Teil eines Werkes 
3. Theil (1860)
Entstehung
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beſſer gethan, in meiner ſtillen Arbeitsklauſe daheim zu bleiben, und meine Bücher anzureden oder Muſik zu machen. Denn man muß das Talent eines Mira⸗ beau zum Sprechen und Schreiben haben, um hier etwas nütze zu werden.

Macht Ihr noch immer ſo viel ſchöne Muſik? fragte ihn jetzt Talleyrand, der ſich bisher mit dem ihm in den Weg getretenen General von Lafayette unterhalten hatte. Ich weiß, daß Ihr neben Euren roßen philoſophiſchen Arbeiten Euch auch viel mit

uſik beſchäftigt. Eure Schrift über den dritten Stand iſt freilich auch eine Oper, in der mit ſtarken Blaſeinſtrumenten gearbeitet wird. Aber wir find doch einmal auch Clerus, Herr Abbé. Werden wir nicht auch bei Gelegenheit für einige Friedens⸗Hymnen zu ſorgen haben?

Ich bin nicht Componiſt für Alles, Herr Biſchof, erwiederte Sieyes trocken.

Die Glocken von Saint⸗Louis, welche bisher die ſtattgefundene Feierlichkeit ausgeläutet hatten, verhall⸗ ten in dieſem Augenblick in einem dumpfen, ſeufzer⸗ artig in ſich verlöſchenden Ton. Dies gemahnte die Abgeordneten, welche bisher noch in den Gängen der Kirche zurückgeblieben waren, zum Aufbruch. Man trennte ſich oder begab ſich gemeinſam zu den Wagen, die draußen an den Pforten von Saint⸗Louis harrten.