Teil eines Werkes 
3. Theil (1860)
Entstehung
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wird von vielen wohldenkenden Leuten als ein gutes Zeichen betrachtet. Andere, die auch nicht minder wohldenkend ſind, halten dieſen Necker nur für eine flatternde Möwe, die den Sturm heraufbringt. Gott hat zwar die Welt aus Nichts geſchaffen, aber ich be⸗ haupte, daß er ſie aus Papier nicht hätte erſchaffen können. Necker will Glück und Credit Frankreichs aus Papiergeld erſchaffen, und ſein Papiergeld iſt noch weniger als Nichts, denn es iſt ein trügeriſches Phan⸗ tom, welches der erſte Strahl des aufgehenden Tages zerſtrenen muß. Meine Freunde, ich warne Euch vor dieſem Papiergeld, denn in ihm ſteckt der eigentliche Teufel der Tyrannei, die uns bei Bruſt und Schul⸗ tern packt. Das Papiergeld iſt der Heerd aller Chi⸗ mären und Lügen, welche von der Gewalt ausgehen, das Papiergeld iſt die wahre Orgie, welche die raſend gewordene Autorität über unſern Hänptern feiert.*) Aber das Papiergeld Necker's, mit dem er uns über⸗ ſchwemmt, iſt zugleich ein Taſchenſpielerkunſtſtück, wie Ihr es ſchon oft auf den Jahrmärkten geſehen haben werdet. Erinnert Ihr Euch wohl an das Becherſpiel ſolcher Gankler, bei denen die ganze Magie in der Geſchwindigkeit der Bewegung beruht? Plötzlich kommt aber aus ſolchen Bechern etwas herausgeflogen, das man gar nicht erwartet hatte. So wird auch das Papiergeld bald eine ganz andere Geſtalt anneh⸗ men, und Ihr werdet ſehen, wie es ſich unter den Händen des Taſchenſpielers plötzlich in eine neue Au⸗ leihe verwandelt hat. Alle freien Völker haben eine natürliche Abneigung gegen das Papiergeld, und dieſe Abneigung iſt der Lebensathem ihrer Freiheit ſelbſt. Die hochherzigen Amerikaner haben alle Schreckniſſe

*) Aus der Correspondance entre M. C.(Cerutti) ot le

Comte de Mirabeau(1789) p. 39.