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Majeſtät mag ſich beruhigen, den Particelle, von dem ſie ſpricht, hat man gehängt.“
„Deſto beſſer,“ ſprach der König,„nicht umſonſt hat man mich Ludwig den Gerechten genannt.“
Und er unterzeichnete die Ernennung von d'Emery.
Es war derſelbe d'Emery, den man zum Ober⸗ intendanten der Finanzen gemacht hatte.
Man hatte vom Rathe aus nach ihm geſchickt. Er lief ganz bleich und beſtürzt herbei und ſagte, ſein Sohn wäre beinahe an demſelben Tage auf der Place du Palais ermordet worden. Das Volk war ihm ent⸗ gegengetreten und hatte ihm den Lurus ſeiner Frau vorgeworfen, welche ein mit rothem Sammet und gol⸗ denen Crepinen austapezirtes Zimmer beſaß. Sie war die Tochter von Nicvlas Lecamus, dem Sekretär des Königs im Jahr 1617, der mit zwanzig Livres nach Paris gekommen war, und, während er ſich vierzig⸗ tauſend Livres Renten vorbehielt, neun Millionen unter ſeine Kinder vertheilt hatte.
Der Sohn von d'Emerh war beinahe erſtickt wor⸗ den. Einer von den Meuterern machte nämlich den Vorſchlag, ihn zu preſſen, bis er das Gold, welches er verſchlungen, zurückgegeben hätte. Der Rath ent⸗ ſchied an dieſem Tage Nichts, denn der Oberintendant
war zu ſehr von dieſem Ereigniß ergriffen, um den
Kopf frei zu haben.
Am andern Tage wurde der erſte Präſident, Ma⸗ thien Molé, deſſen Muth bei allen dieſen Angelegen⸗ heiten, ſagt der Cardinal von Retz, dem des Herrn Herzogs von Beaufort und dem des Herrn Prinzen von Condé, das heißt der zwei Männer gleich kam, welche für die Bravſten von Frankreich galten, am andern Tage, ſagen wir, wurde der erſte Präſident ebenfalls angegriffen. Das Volk drohte ihm, ſich an ſeine Per⸗ ſon wegen des Schlimmen zu halten, das man ihm zufügen wollte; aber der erſte Präſident antwortete mit ſeiner gewöhnlichen Ruhe, ohne zu ſtaunen oder ſich zu


