Teil eines Werkes 
2 (1857) Der Doppelgänger : Roman / von Theodor Mügge
Entstehung
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Freilich ſpiele ich, ſagte der Gutsbeſitzer, aber..

Kein Aber, mein gnädiger Herr. Sie ſpielen und glauben eine erlaubte Handlung zu thun, weil der Staat nichts dagegen hat, der ſeine lieben Staatsbürger in Gottes Namen ſpielen und die Meiſten verlieren läßt, dabei aber jährlich einen hübſchen Gewinn einſtreicht.

Es iſt Blutgeld, Sündengeld! brummte der alte Herr.

Aber Sie helfen ihm ja ſelbſt dazu, ſagte Herr Korn boshaft lachend; und was thut man nun an der Börſe? Man ſpielt ein Börſenſpiel, ein Lotto, bei dem der verſtändige Spieler eine bei Weitem größere Aus⸗ ſicht auf Gewinn hat als in der das Volk demorali⸗ ſirenden Lotterie, welche der Staat ſelbſt herruft und beſchützt und ſie feſthält trotz aller Stimmen, die ſich dagegen erheben.*

Der ehrliche alte Herr wußte im Augenblicke nichts darauf zu antworten. Er war verlegen durch dieſen Einwurf, und ſein Gegner benutzte dies, indem er triumphirend ſagte: Ackerbauer und Hirten haben wohl

die erſten Staaten gegründet, aber Handel und Wandel

hat dieſe erſt groß machen können, hat die Menſchen erzogen und gebildet, hat alles hervorgerufen, was wir beſitzen, und wird erfinden und ſchaffen, was geſchaffen