Teil eines Werkes 
5. Abt., 2. Bd. (1863)
Entstehung
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auf, er ließ Coſette und Marius ſeine Hände mit Küſſen bedecken; er war todt.

Die Nacht war ſternenlos und vollkommen dunkel. Ohne Zweifel wartete in dieſer Dunkelheit ein Engel mit ausgebreiteten Flügeln auf die Seele.

VI. Das Gras deckt, die Wunde vernarbt.

Auf dem Kirchhofe des Pbre⸗Lachaiſe, in der Nähe des allgemeinen Grabes, weit von dem eleganten Viertel dieſer Gräberſtadt entfernt, weit entfernt von allen den Denkmälern, welche der Ewigkeit gegenüber die abſcheu⸗ lichen Moden des Todes entfalten, in einer öden Ecke, an einer alten Mauer, unter einem Taxusbaum, an den ſich Schlingpflanzen in die Höhe ranken, liegt ein Stein. Dieſer Stein iſt ebenſo wenig, wie alle Uebrigen, gegen die Wir⸗ kungen des Wetters, wie gegen das Moos und den Unrath der Vögel geſchützt. Das Waſſer macht ihn grün, die Luft macht ihn ſchwarz. Er liegt neben keinem Gange, und man geht nicht gern zu ihm hin, weil das Gras hier ſehr hoch iſt und man ſich darin die Füße naß macht. Scheint ein wenig Sonne, ſo kommen die Eidechſen zu dieſem Stein. Ringsumher rauſcht der wilde Hafer. Im Frühjahr ſingen die Grasmücken in dem Baume.