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Marius blieb auf der Schwelle ſtehen und lehnte ſich an den Kranz der Thür.
„Coſette“ ſagte Zean Valjean und richtete ſich auf ſeinem Stuhle empor, die Arme geöffnet und zitternd, bleich, finſter, mit einer unendlichen Freude in den Augen.
Coſette, welche vor Rührung erſtickte, ſank an die Bruſt Jean Valjeans.
„Vater!“ ſagte ſie.
Jean Valjean ſtammelte verwirrt:
„Coſette! Sie! Sie, gnädige Frau! Du biſt es! O, mein Gott!
Und, von den Armen Coſettens umſchlungen, rief er:
„Du biſt es! Du biſt hier! Du verzeihſt mir alſo!“
Marius ſenkte die Augenlider, um ſeinen Thränen zu verhindern, zu fließen, that einen Schritt vorwärts und flüſterte, mit zuſammengezogenen Lippen, um ſein Schluchzen zu unterdrücken:
„Mein Vater!“
„Und auch Sie verzeihen mir?“ ſagte Jean Valjean.
Marius vermochte kein Wort zu flnden, und Jean Valjean fügte hinzu:
„Ich danke!“
Coſette riß ihren Shawl ab und warf ihren Hut auf das Bett.
„Er iſt mir im Weg,“ ſagte ſie.
Sie ſetzte ſich auf die Kniee des Greiſes, ſchob mit einer bewundernswürdigen Bewegung ſeine weißen Haare auseinander und küßte ihn auf die Stirn.
Jean Valjean ließ, wie verwirrt, Alles mit ſich ge⸗ ſchehen.
Coſette, die nur ſehr undeutlich begriff, verdoppelte ihre Liebkoſungen, als ob ſie Marius Schuld hätte bezahlen wollen.
Jean Valjean ſtammelte: Die Elenden. X.


