Teil eines Werkes 
5. Abt., 2. Bd. (1863)
Entstehung
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Man hat nie aufzuklären vermocht, ob er hier als Dieb oder als Beſtohlener war. Eine Erklärung des Nicht⸗ ſchuldig, geſtützt auf ſeinen Zuſtand der Trunkenheit, der an dem Abend des Ueberfalles vollkommen erwieſen war, hatte ihn in Freiheit geſetzt. Er kehrte zum Walde zurück. Er begann ſeine Arbeit, die Steinbewerfung des Weges von Gagnh nach Lagny, unter Aufſicht der Behörde für Rech⸗ nung des Staates wieder, ſah dabei etwas niedergeſchla⸗ gen, ſehr nachdenkend und etwas abgekühlt für den Raub aus, der ihn beinahe in das Verderben geſtürzt hätte; aber er wendete ſich dafür nur mit um ſo größerer Rührung dem Weine, der ihn gerettet hatte, zu.

Was die lebhafte Aufregung betrifft, die er kurze Zeit nach ſeiner Rückkehr unter das Raſendach ſeiner Straßen⸗ arbeiterhütte hatte, ſo beſtand ſie in Folgendem:

Eines Morgens, als Boulatruelle ſich wie gewöhnlich an ſeine Arbeit begab, und vielleicht auch auf ſeinen Lauer⸗ poſten, etwas vor Tagesanbruch, bemerkte er in dem Ge⸗ büſch einen Menſchen, von dem er nichts ſah als den Rücken, deſſen Umriſſe ihm aber trotz der Eutfernung und der Dämmerung nicht unbekannt zu ſein ſchienen. Boula⸗ truelle war zwar ein Trunkenbold, aber er hatte ein ſchar⸗ fes Gedüchtniß, eine unerläßliche Vertheidigungswaffe für Zeden, der mit der geſetzlichen Ordnung ein wenig im Kampfe iſt.

Wo Teufel habe ich Etwas von dieſem Menſchen geſehen? fragte er ſich.

Aber er konnte ſich nichts antworten, außer daß dieſe Erſcheinung Jemandem glich, von dem er eine beſtimmte Erinnerung ſich bewahrt hatte.

Außerhalb der Identität, die er nicht zu erfaſſen ver⸗ mochte, ſtellte Boulatruelle übrigens Vermuthungen und Be⸗ rechnungen an. Dieſer Menſch war nicht aus der Gegend. Er war hierher gekommen, zu Fuß augenſcheinlich. Kein