Teil eines Werkes 
5. Abt., 1. Bd. (1863)
Entstehung
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Zu demſelben gelangt, bemerkte er durch die Fenſter⸗ ſcheiben einen Stadtſergeanten und trat ein. Schon an der bloßen Art und Weiſe, wie die Männer der Polizei die Thür eines Wachtlokals öffnen, erkennen ſie ſich einander. Javert nannte ſich, zeigte dem Sergeanten ſeine Karte und ſetzte ſich an den Tiſch, auf welchem ein Licht brannte. Auf dem Tiſch lagen Feder, Tinte und Papier für den möglichen Fall, daß ein Protokoll aufgenommen werden müßte, ſo wie zu den Berichten der Nachtronde.

Dieſer Tiſch, zu dem ein Strohſtuhl gehört, iſt eine Vorſchrift; er findet ſich in allen Wachtpoſten der Polizei; ſtets iſt er mit einem Schubfach verbunden, in welchem ſich eine Schachtel mit rothen Oblaten befindet. Bei dieſem Tiſch beginnt die Literatur des Staates.

Javert nahm die Feder und einen Bogen Papier und begann zu ſchreiben. Hier, was er ſchrieb:

Einige Bemerkungen zum Wohl des Dienſtes.

Erſtens:Ich bitte den Herrn Präfect, dieſe Blätter zu beachten.

Zweitens:Die Arreſtanten, welche zum Verhöre tommen, ziehen ihre Schuhe aus und bleiben barfuß auf den Quadern ſtehen, während man ſie durchſucht. Mehrere huſten, wenn ſie in das Gefängniß kommen. Das zieht Ausgaben für die Krankenſtuben nach ſich.

Drittens:DieSpinnerei iſt gut, mit Poſten von Strecke zu Strecke, allein bei wichtigen Angelegenheiten wäre es nöthig, daß mindeſtens zwei Agenten einander nicht aus dem Auge verlören, damit, wenn aus irgend einer Urſache ein Agent ſeine Fflicht bei dem Dienſte ver⸗ nachläſſigte, der Andere ihn übgrwacht und erſetzt.