Teil eines Werkes 
5. Abt., 1. Bd. (1863)
Entstehung
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Und er warf auf den entpflaſterten Boden die vier Uniformen.

Keine Bewegung zeigte ſich unter den ſtoiſchen Zu⸗ hörern. Combeferre nahm das Wort:

Nun, ſagte er,man muß etwas Mitleid haben. Wißt Ihr, wovon hier die Rede iſt? Es handelt ſich um die Weiber. Laßt hören. Giebt es Weiber? Ja oder Nein? Giebt es Kinder, Ja oder Nein? Giebt es, Ja oder Nein, Mütter, welche die Wiege mit dem Fuße ſtoßen und einen Haufen Kleiner um ſich herhaben? Der unter Euch, der nie den Buſen einer Mutter geſehen hat, erhebe die Hand. Ach! Ihr wollt Euch tödten laſſen, ich will es auch, ich, der ich zu Euch ſpreche. Aber ich will nicht das Geſpenſt der Weiber fühlen, die ihre Arme rings um mich legen. Sterbt, es ſei, aber tödtet nicht. Selbſtmorde, wie die, welche hier vollbracht werden ſollen, ſind erhaben; aber der Selbſtmord iſt beſchränkt und wird nicht ausgedehnt; ſobald er Eure Angehörigen trifft, heißt er Mord. Denkt an die kleinen blonden Köpfe und denkt an die gebleichten Haare. Fort! Enjolras, er ſagte es mir ſoeben, hat vor⸗ hin an der Ecke der Rue du Cygne ein erleuchtetes Fenſter geſehen, ein Licht an einem ärmlichen Fenſter im fünften Stock und an der Fenſterſcheibe den zitternden Schatten des Kopfes einer alten Frau, welche die Nacht wartend zu⸗ gebracht zu haben ſchien. Das iſt vielleicht die Mutter von Einem unter Euch. Nun wohl, er gehe, der, dieſer da und beeile ſich ſeiner Mutter zu ſagen: Mutter, hier bin ich! Er möge ſich beruhigen; man wird hier die Arbeit doch vollbringen. Wenn man die Seinigen mit ſeiner Arbeit er⸗ hält, dann hat man nicht mehr das Recht, ſich zu opfern, d. h., ſeine Familie zu verlaſſen. Und die, welche Töchter, die, welche Schweſtern haben! Denkt Ihr daran? Ihr laßt Euch tödten, Ihr ſeid todt, das iſt gut; und Morgen? junge Mädchen, die kein Brod haben, vas iſt fürchterlich.