„Ja, weshalb?“
„Können Sie mir Nr. 7 bezeichnen?“
„Wozu die Nr. 77“
Hier hielt der Knabe inne; er fürchtete, zu viel geſagt zu haben, ſenkte die Nägel in die Haare und begnügte ſich zu antworten:
„Ah! das iſt es.“
Ein Gedanke fuhr Jean Valjenn durch den Kopf. Die Todesangſt hat ſolche hellſehende Augenblicke. Er ſagte zu dem Kinde:
„Biſt Du es etwa, der mir den Brief bringt, den ich erwarte?“
„Sie?“ ſagte Gavroche.„Sie ſind kein Frauen⸗ zimmer.“
„Der Brief iſt für Fräulein Coſette, nicht wahr?“
„Coſette, brummte Gavroche.„Ja, ich glaube, der närriſche Name iſt ſo.“
„Nun wohl,“ antwortete Jean Valjean, ich bin es, der ihr den Brief übergeben ſoll.“
„In dieſem Falle müſſen Sie wiſſen, daß ich von der Barrikade geſchickt werde?“
„Ohne Zweifel,“ ſagte Jean Valjean.
Gavroche ſenkte ſeine Hand in eine ſeiner andern Taſche und zog ein vierfach gefaltetes Papier daraus hervor. Dann machte er den militäriſchen Gruß.
„Achtung vor der Depeſche. Sie kommt von der pro⸗ viſoriſchen Regierung.“
„Gieb,“ ſagte Jean Valjean.
Gavroche hielt das Papier über ſeinen Kopf in die Höhe.
„Bilden Sie ſich nicht ein, daß das ein Liebesbriefchen iſt. Er iſt an ein Frauenzimmer, aber für das Volk. Wir ſchlagen uns und wir ehren das Geſchlecht. Wir ſind nicht
ſo, Hü
wie
Coj
vie


