Teil eines Werkes 
3. Abt., 2. Bd. (1863)
Entstehung
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gelangte, war von außen kaum ſichtbar, denn es lag, wie wir erwähnten, unter dem Bauche des Elephanten und war ſo klein, daß nur Katzen oder junge Bürſchchen hindurch ſchlüpfen konnten.

Machen wir damit den Anfang, ſagte Gavroche, dem Portier zu ſagen, daß wir nicht zu Hauſe ſind.

Er griff in die Dunkelheit, wie Jemand, der ſeine Wohnung kennt, erfaßte ein Brett und verſperrte damit das Loch.

Es wurde pechfinſter. Die Kinder hörten das Ziſchen eines Streichhölzchens, das in ein Phosphorfläſchchen ge⸗ taucht wurde; die Zündhölzchen waren damals noch nicht erfunden; das Schwefelhölzchen und der Phosphor ſtellten um jene Zeit den Fortſchritt dar.

Ein plötzliches Licht machte, daß ſie mit den Augen blinzelten. Gavroche hatte einen jener Faden ange zündet, die in Harz getaucht werden und die man Keller⸗ ratten nennt. Dieſe Kellerratte, die mehr rauchte, als leuchtete, machte das Innere des Elephanten auf undeutliche Weiſe ſichtbar.

Die beiden Gäſte Gavroche's blickten umher und em pfanden etwas Aehnliches, wie der empfinden würde, der in das große Heidelberger Faß eingeſchloſſen wird, oder richtiger geſagt, was Jonas in dem bibliſchen Bauch des Wallfiſches empfand. Ein ganzes Rieſenſkelett zeigte ſich ihnen und umgab ſie. Oben zog ſich ein langer brauner Balken hin, den von Strecke zu Strecke andere Balken von geringerem Umfange trugen. Gewaltige Spinneweben bildeten eine Art Wandbekleidung. Kalkſtücke, die von dem Rücken des Elephanten in deſſen Bauch herabgefallen waren, hatten die Höhlung gefüllt, ſo daß man darin gehen konnte, wie auf einem glatten Fußboden.

Der Kleinere der Knaben ſchmiegte ſich an ſeinen Bruder und ſagte halblaut:

Die Elenden. vll 11