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Die Alte, die vor Unwillen erſtickte, richtete ſich hoch empor, und der rothe Schein der Laterne beleuchtete hell ihr bleiches Geſicht, das von Runzeln und Ecken durchfurcht war, und deſſen Gänſefüße ſich mit den Mundwinkeln ver⸗ einigten. Der übrige Körper verlor ſich in der Dunkelheit, ſo daß man nur den Kopf ſah. Der Knabe betrachtete ſie.
„Madame“, ſagte er dann,„Sie beſitzen nicht die Art von Schönheit, die mir gefallen könnte.“
Er verfolgte ſeinen Weg, indem er trällerte.
Bald darauf unterbrach er ſich. Er war zu der Nummer 50— 52 gekommen, und da er die Thür ver⸗ ſchloſſen fand, ſtieß er mit den Füßen dagegen, mit ſo drohenden und kräftigen Stößen, daß ſie weit mehr die Mannesſchuhe verriethen, die er trug, als die Kinderfüße, die er hatte.
Indeß lief eben die Alte, die er an der Ecke der Rue du Petit Banquier getroffen hatte, hinter ihm her, indem ſie laut ſchrie und übermäßig mit den Händen geſticulirte.
„Was giebt es? Was giebt es? Herr mein Gott! man ſtößt die Thür ein! man zertrümmert das Haus!“
Die Fußſtöße währten fort.
Die Alte keuchte.
„Geht man ſo jetzt mit den Häuſern um?“
Plötzlich blieb ſie ſtehen. Sie hatte den Gamin er⸗ kannt.
„Wie! Es iſt der Satan!“
„Sieh, es iſt die Alte!“ ſagte das Kind.„Guten Abend, alte Burgon. Ich komme, meine Vorfahren zu beſuchen.“
Die Alte antwortete, indem ſie ein Geſicht ſchnitt, welches eine bewundernswerthe Improviſation des Haſſes war, der aus der Hinfälligkeit und der Häßlichkeit Vortheil zog, leider aber durch die Dunkelheit verloren ging:


