Teil eines Werkes 
3. Abt., 2. Bd. (1863)
Entstehung
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Das Weib war hinzugeſprungen und hatte den Kalk mit dem Papiere aufgehoben.

Sie übergab es ihrem Manne.

Wo iſt das hergekommen? fragte Thénardier.

Nun, ſagte die Frau,wo ſoll es hergekommen ſein? durch das Fenſter.

Ich ſah es vorüberfliegen, ſagte Bigrenaille.

Thénardier entfaltete raſch das Papier und näherte es dem Lichte.

Es iſt Eponinens Schrift! Der Teufel!

Er gab ſeiner Frau ein Zeichen; dieſe trat raſch zu ihm und er zeigte ihr die auf dem Blatt Papier geſchrie⸗ benen Worte. Dann fügte er mit dumpfer Stimme hinzu:

Raſch! die Leiter! Laſſen wir den Speck in der Mauſefalle und machen wir uns davon.

Ohne den Kerl den Hals abzuſchneiden? fragte die Thénardier.

Wir haben dazu keine Zeit.

Wo hinaus? rief Bigrenaille.

Durch das Fenſter, entgegnete Thénardier.Da Ponine den Stein durch das Fenſter herein geworfen hat, iſt es ein Zeichen, daß das Haus auf der Seite nicht umſtellt iſt.

Die Maske mit der Bauchrednerſtimme legte ihren großen Schlüſſel an die Erde, erhob die beiden Arme in die Luft und öffnete und ſchloß drei Mal hintereinander raſch die Hände, ohne ein Wort zu ſprechen. Es war das Signal: Hängematten nieder zum Kampfe für eine Schiffs⸗ equipage. Die Banditen, die den Gefangenen hielten, ließen

ihn los. In einem Nu war die Strickleiter entrollt und hing zum Fenſter hinaus, feſtgemacht am Sims deſſelben durch die beiden eiſernen Haken.

Der Gefangene achtete nicht auf das, was rings um ihn her vorging. Er ſchien zu träumen oder zu beten.

Sobald die Leiter befeſtigt war, ſchrie Thénardier: