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haben, Frankreich ꝛu bilden oder die Gamins von Päris: Flammen in dem Licht oder Frrlichte in der Dunkelheit.
Der Gamin bezeichnet Paris und Paris bezeichnet die Welt.
Denn Paris iſt ein Ganzes. Paris iſt das Decken⸗ ſtück des Menſchengeſchlechts. Die ganze wunderbare Stadt iſt eine Zuſammenfaſſung der geſtorbenen und der lebenden Sitten. Wer Paris ſieht, glaubt die untere Seite der ganzen Geſchichte zu erblicken, mit dem Himmel und Sternengebilden in den Zwiſchenräumen. Paris hat ein Capitol, das Hotel⸗ de⸗ville; ein Parthenon, Notre⸗Dame; einen Aventiniſchen Berg, die Vorſtadt Saint⸗Antoine, ein Aſinarium, die Sor⸗ bonne, ein Pantheon, das Pantheon; ein Via⸗Sacra, den Boulevard des Ztaliens; einen Thurm der Winde, die öffent⸗ liche Meinung, und an die Stelle des Hochgerichts ſetzt es die Lächerlichkeit. Alles, was man anderwärts findet, iſt auch in Paris. Man ſuche irgend Etwas, was man nicht dort findet. Die Kufe des Trophonius enthält nichts, was nicht auch in dem Kubel Mesmers liegt; der Ergaphilas iſt in Caglioſtro wieder auferſtanden; der Brahmine Vaſaphanta verkörpert ſich in dem Grafen Saint⸗Germain; der Kirchhof Saint Médard thut ebenſo gut ſeine Wunder, wie die Moſchee Oumoumié in Damasecus.
Paris hat einen Aeſop in Mayeux, und eine Canidie in der Lenormand. Es erſchrickt wie Delphis über die nieder⸗ ſchmetternden Wirklichkeiten der Viſionen; es läßt die Tiſche drehen, wie Dodone die Dreifüße. Es ſetzt die Griſette auf den Thron wie Rom die Courtiſane; und wenn Alles in Allem Ludwig XV. ſchlimmer iſt als Claudius, ſo iſt dafür Madame Dubarry beſſer wie die Meſſalina. Paris vereinigt auf eine großartige Weiſe, was ſonſt gelebt hat und was wir jetzt kennen, die griechiſche Nacktheit, die he⸗ bräiſchen Geſchwüre und das gascogniſche Quodlibet.
Obgleich Plutarch ſagt: daß der Tyrann nie altert,


