8
Spitzbuben, duzt die Dirnen, ſpricht kauderwelſch, ſingt leichtfertige Lieder und hat im Herzen nichts Böſes. Das kommt daher, weil in ſeiner Seele eine Perle ruht, die Un⸗ ſchuld, und die Perlen löſen ſich in dem Koth nicht auf⸗ So lange der Menſch Kind iſt, will Gott, daß er auch un⸗ ſchuldig ſei.
Fragt man die gewaltige Stadt:„wer iſt das?“ ſo würde ſie darauf antworten:„das iſt mein Kleiner.“
H. Einige der beſonderen Zeichen.
Der Gamin von Paris iſt der Zwerg des rieſigen Geſchlechts.
Uebertreiben wir nicht; dieſer Cherubin der Straßen⸗ rinnen hat zuweilen ein Hemd, aber dann hat er nur eins; er hat zuweilen Schuhe, aber dann haben die Schuhe keine Sohlen; er hat zuweilen eine Wohnung und liebt dieſe, denn er findet in derſelben ſeine Mutter; aber die Straße zieht er vor, weil er auf ihr die Freiheit findet. Er hat ſeine eigenen Spiele, ſeine eigenen Bosheiten, deren Grund⸗ lage der Haß gegen die Wohlhabenden bildet; ſeine eigenen Redensarten. Todt ſein heißt bei ihm Hundslattig bei der Wurzeleſſen; ſein eigenes Geſchäft, Fiaker holen, die Tritte der Wagen herablaſſen, bei heftigem Regen einen Weg über die Straße kehren, was er nennt Kunſtbrücken
bau Gun ſteir Sti fe wel bar
ſeh


