Teil eines Werkes 
2. Abt., 2. Bd. (1863)
Entstehung
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mußte. Wer hätte nicht ſchon die große Gewalt erfahren, welche die zwei Worte: ſage nichts! hervorbringen, welche mit einem gewiſſen feierlichen Ausdrucke eines erſchrockenen kleinen Weſens geflüſtert werden! Die Furcht macht ſtumm. Niemand bewahrt übrigens ſo gut ein Geheimniß, wie ein Kind.

Als Coſette aber nach dieſen finſtern vierundzwanzig Stunden Jean Valjean wieder ſah, ſtieß ſie einen ſolchen Freudenſchrei aus, daß ein aufmerkſamer Beobachter, welcher ihn gehört hätte, darin die Freude über die Rettung aus einem Abgrunde erkannt haben würde.

Fauchelevent gehörte nach dem Kloſter und kannte alle Paßwörter. Die Thüren öffneten ſich vor ihm.

So wurde das doppelte und entſetzliche Problem ge⸗ löſt: hinaus⸗ und hereinzukommen.

Der Pförtner, welcher ſeine Inſtructionen empfangen hatte, öffnete die kleine Thür, die von dem Hofe in den Garten führte und die dem Thorwege gegenüber lag. Der Pförtner ließ alle Drei durch dieſen Eingang ein und von hier gelangten ſie zu dem innern Sprechzimmer, wo Fauche⸗ levent am Tage zuvor die Befehle der Priorin empfangen hatte.

Die Priorin wartete ihrer mit dem Roſenkranze in der Hand. Eine Stimmmutter ſtand mit herabgelaſſenem Schleier neben ihr. Ein dunkel brennendes Licht beleuchtete ſpärlich das Sprechzimmer.

Die Priorin prüfte Jean Valjean. gut beobachten, wie ein geſenktes Auge.

Dann fragte ſie:

Sie ſind der Bruder?

Ja, ehrwürdige Mutter, erwiderte Fauchelevent.

Wie heißen Sie?

Fauchelevent entgegnete:Ultimus Fauchelevent.

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Nichts kann ſo