37 Ihnen das vergelten könnte! Ich Ihnen das Leben retten, Herr Maire, verfügen Sie über mich alten Mann!
Bewunderungswerthe Freude ſchien das Geſicht des Greiſes zu erleuchten, ein Strahl des Lichts entſtrömte ſeinem Geſichte.
„Was wollen Sie, daß ich thun ſoll?“ fuhr er fort.
„Ich werde Ihnen das ſpäter erklären. Sie haben eine Stube?“
„Ich habe eine abgelegene Baracke dort hinter den Ruinen des alten Kloſters, in einer Ecke, die Niemand ſieht. Darin ſind drei Stübchen.
Die Baracke war in der That ſo ganz hinter der Ruine verborgen und ſo gelegen, daß Niemand ſie ſehen konnte, und auch Jean Valjean ſie nicht bemerkt hatte.
„Gut,“ ſagte Jean Valjean;„jetzt verlange ich zweierlei von Ihnen.“
„Und was iſt das, Herr Maire?“
„Zuerſt, daß Sie keinem Menſchen ſagen, was Sie von mir wiſſen; zweitens, daß Sie nicht verſuchen, mehr zu erfahren.“
„Wie Sie wollen. Ich weiß, daß Sie nichts thun können, was nicht rechtſchaffen iſt, und daß Sie ſtets ein Mann nach dem Willen Gottes waren. Und dann waren Sie es ja auch, der mich hierher brachte. Das iſt Ihre Sache. Ich gehöre ganz Ihnen.“
„Abgemacht alſo. Nun kommen Sie mit mir. Wir holen ein Kind.“
„Ha!“ ſagte Fauchelevent.„Es iſt ein Kind hier.“
Er fügte kein Wort weiter hinzu und folgte Jean Valjean, wie ein Hund ſeinem Herrn folgt.
Weniger als eine halbe Stunde darauf ſchlief Coſette, bei der Wärme eines guten Feuers wieder roſig und friſch geworden, in dem Bette des alten Gärtners. Jean Valjean hatte ſeine Halsbinde wieder umgebunden und ſeinen Ueberrock
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