Teil eines Werkes 
2. Abt., 2. Bd. (1863)
Entstehung
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waren. Die Gänge waren mit kleinen, finſtern, beſchnittenen Geſträuchen eingefaßt. Gras nahm die eine Hälfte der Gänge ein und grünes Moos bedeckte die andere.

Jean Valjean hatte neben ſich das Gebäude, deſſen Dach ihm behilflich geweſen war, hinunterzugleiten, einen Haufen Reiſigbündel und hinter dem Reiſig dicht an der Mauer eine ſteinerne Bildſäule, deren verſtümmeltes Geſicht nur noch eine formloſe Maske war, welche undeutlich aus der Dunkelheit hervorſtach.

Das Gebäude war eine Art von Ruine, in welcher man verfallene Zimmer bemerkte, von denen eines als Schup— pen diente, der ganz mit verſchiedenen Gegenſtänden ange⸗ füllt war.

Das große Gebäude der Rue Droit Mur, welches mit der Rückſeite nach der Petit Rue Picpus ging, zeigte in dieſem Garten zwei im Winkel liegende Fagaden.— Dieſe inneren Fagaden ſahen noch trauriger aus, wie die äußeren. Alle Fenſter waren vergittert. Man erblickte kein Licht. In den oberen Etagen waren vor den Fenſtern Käſten, wie vor den Gefängniſſen. Die eine der Fronten warf der andern ihren Schatten, der ſich wie ein ungeheures ſchwarzes Tuch über den Garten legte.

Ein anderes Haus bemerkte man nicht. Der Hinter grund des Gartens verſchwand in der Dunkelheit der Nacht. Dennoch ſah man dort undeutlich Mauern, hinter denen an⸗ dere Gärten zu liegen ſchienen, und die niedern Dächer der Rue Polonceau.

Man konnte ſich nichts Wilderes und Einſameres den⸗ ten, als dieſen Garten. Es war Niemand darin, was bei der Stunde der Nacht ganz einfach war. Allein es ſchien auch nicht, als ob der Ort dazu beſtimmt ſei, daß Jemand am hellen Mittag darin umherginge.

Die erſte Sorge Jean Valjeans war geweſen, ſeine Strümpfe und Schuhe zu ſuchen und ſie wieder anzuziehen,

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