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wölbe und gleich darauf ward der ganze Raum von hellem Flammenſchein erleuchtet.
„Valentine!“ rief Maximilian und wollte mit ihr zu⸗ rückweichen. 6
„Bleiben wir,“ ſagte ſie, indem ſie ihn in ihre Arme ſchloß;„bleiben wir! das Feuer brennt— es verzehrt die⸗ ſen Saal! Hier hat uns der Graf von Monte⸗Chriſto dieſe Grotte und die Reichthümer geſchenkt, welche ſie enthält.“
„O, fliehen wir, fliehen wir, Valentine,“ rief Maxi⸗ milian erſchrocken;„ſiehſt Du nicht dort— dort— dieſen furchtbaren Ausſpruch?“ Und indem er den Arm ausſtreckte, zeigte er mit der
Hand nach der Hauptwand, an welcher die Worte ang
ſchrieben ſtanden:
„Den Armen, was den Armen gehört. Die Todtenhand iſt ausgeſtreckt über Edmund Dan⸗
„Aber welch' furchtbares Geheimniß giebt es hier?“ fuhr er fort, indem er allmälig ſeine Kaltblütigkeit wieder⸗ gewann;„welche perfide Hand hat dieſe ſeltſamen Worte in dieſem Raum angeſchrieben, den ſie ohne Zweifel, als die ei⸗ nes kecken Räubers, ausgeplündert und verwüſtet hat? Va⸗ lentine, ſiehſt Du nicht, daß glles dies das Werk eines Menſchen iſt, der die Schwäche Deines Geſchlecht's benutzen will? Er möge kommen, dieſer Menſch, und dieſes Räthſel löſen, wenn er kann! Wer iſt der Todte, deſſen Hand, wie er behauptet, über Edmund Dantes ausgeſtreckt iſt?“
„Ich will es Ihnen ſagen, Maximilian Morel,“ rief eine Stimme, die aus dem Innern der Grotte kam.„Die
Hand, welche ausgeſtreckt und geöffnet iſt, um das Blut,
die Ruhe und die Thränen Edmund Dantes zu empfangen, iſt die Hand eines Mannes, dem Edmund Dantes die auf⸗ gehäuften Zinſen einer furchtbaren Rache ſchuldet! Der Todte iſt Herr von Villefort!“
„Mein Vater!“ rief Valentine erſchrocken, indem ſie


