Band ergriff und ſich erhob, denn ſchon ſtieß der Schnabel der Gondel an die kleine Racht.
Der Gondelführer ſchien nicht recht zu wiſſen, auf welche Weiſe er anlegen ſollte, ſeine Unruhe ſtieg aber noch höher, als Maximilian ihn auf die Schulter klopfte ud, nachdem Valentine auf die Racht hinaufgeſtiegen war, ſich anſchickte, das Wort an ihn zu richten.
Der Mond, welcher bis jetzt durch einige Wolken ver⸗ hüllt worden, ſchimmerte plötzlich von dem blauen, durch— ſichtigen Himmel herab und erhellte mit ſeinem melancholi⸗ ſchen Lichte alle Dinge der Schöpfüng. Maximilian ſchlug plötzlich ein lautes Gelächter auf, als er die Züge des Gon⸗
delführer's erkannte. „Signor Giovanni Gradenigo!“ rief er mit halber. Stimme,„was ſoll das heißen, mein Herr? Sie haben wirklich ſonderbare Grillen. Welchem Umſtande verdanke ich die ausgezeichnete Ehre, von Ihnen hierhergeführt wor⸗ den zu ſein? O, ich wünſche durchaus nicht, daß eine ſolche Gefälligkeit in dem Dunkel der Nacht begraben bleibe; ich— werde meine Gattin bitten, Ihnen ihren Dank mündlich 1
auszuſprechen.“
Mit dieſen Worten ſchickte er ſich an, Valentinen zu 8 rufen, hielt aber inne, als er die bittende Gerberde Gio⸗ vanni Gradenigo's bemerkte.
„Herr Morel,“ ſagte Giovanni ebenfalls mit halber Stimme,„ich finde mein Vergnügen an Allem, was extra⸗ 2
vagant iſt und wenn ich Sie hierhergeführt habe, ſo iſt es ganz einfach geſchehen, um mich in dem Handwerk eines 1 Gondelführer's zu üben.“
„Eines Gondelführers2 Sind Sie denn ſo weit ruinirt, daß Sie ein ſolches Handwerk ergreifen wollen?“ rief Maximilian im Tone des Scherzes.„Sie thun in dieſem Falle ſehr wohl, Ihrer trägen Ariſtokratie Valet zu ſagen. 6 Und eben ſo wie ich ſchon einmal die Ehre gehabt, Ihnen
die Art und Weiſe zu erklären, auf welche ein Franzoſe


