Teil eines Werkes 
2. Bd. (1855)
Entstehung
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Mit dieſen Worten überreichte Valentine dem Gondel⸗ führer eine gefüllte Börſe und winkte ihm, ſich zu ent⸗

fernen.

Hierauf ging ſie die Treppe hinauf, welche nach den kre inneren Zimmern führte, ſchritt durch die Salons und be⸗ ſin gab ſich wieder in ihr Boudoir. 5

Kaum war ſie hier eingetreten, ſo ſah ſie zu ihrem 6

Erſtaunen Maximilian an einem kleinen Tiſche ſitzen und mit Leſen beſchäftigt. ind

Maximilian machte nicht die mindeſte Bewegung oder 3i Geberde. Als er Valentinen näher treten ſah, begnügte er

ſich, ſie zu fragen: fal

Wie fühlſt Du Dich, Valentine? Sln Zweifel hef beſſer.

Dies ward jedoch in einem ſo trockenen Tone geſagt W und ohne daß der Frager die Augen von ſeinem Buche glü aufgeſchlagen hätte, daß in dieſer affectirten Gleichgültigkeit ſch eine ganze Geſchichte enthalten war. Obſchon aber Valen⸗ 3 rül tinen dieſe Kälte Maximilian's nicht entging, ſo ſchien ſie Se dieſelbe doch einzig und allein auf Rechnung der vielleicht 68 ſehr intereſſanten Lectüre zu bringen, denn ſie machte in Ge ihrer Antwort durchaus keine Anſpielung darauf. B

Ja, mein Freund, antwortete ſie im freundlichſten ſch Tone,ich fühle mich beſſer und ic glaube, daß ich Dich ſtr bald werde begleiten können.

Aber ich möchte nicht, daß Du Dich jetzt der Kühle de auf dem Canälen und der Piazza ausſetzteſt, entgegnete oh Maximilian, den Blick fortwährend auf ſein Buch heftend. als

Das iſt wahr; ich gebe zu, daß die Luft Venedig's tät

mir nicht recht zuſagt, antwortete Valentine, indem ſie

ſich neben Maximilian ſetzte und ihre Hand auf di

legte. Alſo wünſcheſt Du Venedig zu verlaſſen? ſtn er. Volentine antwortete nicht, ſondern berührte mit der