Teil eines Werkes 
2. Bd. (1855)
Entstehung
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Beiſpiel, die Hand des Todten ſei gegen einen Lebenden er hoben und der Wille dieſes Todten ſei aus dem Grabe heraufgedrungen und werde von Gott beſchützt.

Bei dieſen Worten fühlte Valentine wie ihr der kalte Schweiß auf die Stirn trat, aber dennoch war das Inter⸗ eſſe, welches dieſe ſeltſamen Worte in ihr erweckten, ſo groß, daß ſie ſich nicht enthalten konnte, noch einige Fragen über den Capitain der Vachtder Sturm an den Gondelführer zu richten.

Und dieſem Manne, ſagte ſie,iſt es, wenn ich dem, was man mir verſichert hat, glauben kann, gelungen, hier einen gewiſſen Seemann, Namens Pietro zu erkaufen, damit dieſer ihm die Richtung der Inſel Mente-Chriſto mitttheile.

Ganz recht! entgegnete Giacomo ſchnell, indem er auf Valentinen's Idee einging.Pietro hat ſich dem Ca⸗ pitain der Aacht mit Leib und Seele verkauft und iſt mit ihm nach Monte⸗Chriſto abgeſegelt. Der Capitain hat, wie man mir ſagt, die Abſicht, die Inſel auszuplündern, aber ich hoffe, daß er dort weiter nichts als ungehenere Stein⸗ maſſen finden wird. Es ſind natürlich die Felſen, die jene unerſchöpflichen Schätze ſein werden, von welchen er ſprach, indem er ſagte, ſie gehörten den Armen, weil ſie durch den Schweiß der Armen gewonnen worden wären.

Valentine ſchauderte vor Entſetzen, als ſie die merk⸗ würdige Uebereinſtimmung merkte, welche zwiſchen den Wor⸗

ten Giacomo's und dem Traume beſtand, den ſie in der Grotte Monte-Chriſto gehabt.

Immer entſchloſſen, dieſem Diebſtahle kein Hinderniß in den Weg zu legen und ſich erinnernd, was ſie Roſina verſprochen, gab ſie dem Geſpräch eine andere Wendung und fragte:

Glaubſt Du, daß Pietro nach Venedig zurze ch wird? 3

O, das iſt außer allem Zweifel, antwortete Gig⸗