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die Inſel Monte-Chriſto einzuziehen ſuchte, auf welcher, wie man glaubt, ein Schatz verſteckt iſt—“
„Der aber in der Wirklichkeit nicht dort vorhanden iſt, nicht wahr?“ unterbrach ſie Giacomo auf eine Weiſe, welche ihn verrieth.
„Dies iſt eine andere Frage, die Dich wenig intereſſi⸗ ren kann, Giacomo; begnüge Dich das zu beantworten, was ich Dich frage.“
„Madame, nach dem, was Sie mir ſo eben geſagt haben erinnere ich mich vollkommen des kleinen Schiffes und ſeines Capitain's, in deſſen Geſellſchaft ich, ich weiß nicht recht wo, ein Glas vortrefflichen Laerhmae Chriſti ge⸗
trunken habe. Der Mann gefiel mir nicht recht, ja, ich
kann geſtehen, daß er mir beinahe Furcht einflößte. Es war ein Mann von braunem Teint, mit grau geſprenkeltem Haar, ſchwarzen Augen und unheimlicher Miene. Seine Manier zu ſprechen, war von der Art, daß eine Dame, wie Ihre Epxtellenz, wenn ſie ihm die Ehre erzeigt hätte ſeine Reden anzuhören, vor Schrecken den Tod davon hätte ha⸗ ben können.“
„Was ſagte er denn?“ fragte Valentine in etwas haſtigem Tone.
„Ach, Dinge, welcht der heilige Marcus in dem Munde des unwürdigſten Venetianers niemals verzeihen würde.“
„Und ſeine Handlungen?“
„Seine Handlungen ſchienen nach meiner Meinung mit ſeinem teufliſchen Worten in jeder Beziehung übereinzuſtim⸗ men. Er ſagte, er beſäße in einem Käſtchen eine Todten⸗ hand— er wollte mir ſie ſogar zeigen—“
„Hat er Dir denn den Zweck einer ſo ſeltſamen Reli⸗
uie erklärt?“ fragte Valentine mit einem eigenthümlichen
Ausdruck des Intereſſes und des Entſetzens. Er hat es mir in Ausdrücken erklärt, die nur ihm angehören und die nur der Teufel wiederholen könnte, zum 43*


