Teil eines Werkes 
2. Bd. (1855)
Entstehung
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der ſchon ſeit vielen Jahren die Umgegend Rom's unſicher machte und von den Civilbehörden auf geheimnißvolle Weiſe begünſtigt ward, dieſer Mann, von eben ſo umfaſſenden als verhängnißvollen Geiſtesgaben, ganz blindlings, ſeine Pläne ſeien ſo combinirt, daß er ungeſtraft ſeine Wünſche befriedigen würde, während Benedetto von der Hand der Banditen an dem Eingange der Katakomben den Tod fände ſobald die falſche Parole, die er ihm mitgetheilt, über ſeine Lippen käme.

Vampa war buchſtäblich von dem Gefühle des Delirium's verblendet, welches ihn beherrſchte. Sein fieberhaft erhitz⸗ tes Blut verdunkelte ſeinen Verſtand. Sein funkelndes, un⸗ ſtät umherirrendes Auge durchſchauete die Menſchen und Dinge ſchon nicht mehr mit jenem gewaltigen Scharfblicke, der ihn noch vor Kurzem characteriſirte.

Dieſes Delirium des Banditen glich jenem verderb⸗ lichen Delirium, welches dem Tode vorangeht, einem De⸗ lirium, welches allmälig verlöſcht und den Menſchen in ei⸗ ner thieriſchen, ſchmerzloſen Betäubung verläßt, während welcher die ewige Trennung zwiſchen Körper und Seele vor ſich geht.

Benedetto dagegen, frei von jedem Gefühle, welches ihn verblendete, combinirte kaltblütig ſeine Ideen und be⸗ rechnete mit Sicherheit, wie weit er gehen könne, ohne Gefahr zu laufen aus der Schlla in die Charhbdis zu ge⸗ rathen, das heißt, ohne in die Hände Vampa's zu fal⸗ len und ohne ſich in den Augen der Juſtiz zu compromit⸗ tiren.

Vor einer dieſer Gefahren war er ſicher. Vampa, welcher ſich darauf verließ, daß ſeine Trabanten Benedetto in dem Augenblicke ermorden würden, wo er ſich an dem Eingange der Katakomben zeigte, dachte nicht weiter a dieſen, und Benedetto, welcher ſchon vorher dem Intendante der Polizei einen Beſuch abgeſtattet, hatte von dieſer Sei Nichts zu fürchten. Vampa verließ daher das Coliſem

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