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des Procurators hielt, an deſſen Thüre ſofort ein alter Por⸗ tier erſchien.
„Heffnet die Thüre,“ ſagte der Kutſcher,„weil eine Dame im Wagen ſitzt und eine Dame anſtändigerweiſe nicht hier auf der Straße ausſteigen kann.“
Der Portier machte eine kleine Einwendung und meinte, daß Niemand, ganz beſonders aber keine Dame, gewohnt ſei, den Procurator um dieſe Stunde zu beläſtigen. In⸗ deſſen beſiegte das von dem Kutſcher ausgeſprochene Wort eine Dame die Bedenklichkeiten des Greiſes, der mit ſei⸗ nen mageren fleiſchloſen Händen die großen ſchwerfälligen Thorflügel öffnete.
Der Wagen fuhr in die Vorhalle hinein und bald dar⸗ auf ſtieg eine Dame aus, deren Formen wir ſchon jetzt als ungemein graziös rühmen könnten, wenn ſie nicht Sorge getragen hätte, ſich vom Kopf bis zum Fuße in die weiten Falten eines ungeheuern Kaſchemirſhawls zu hüllen.
Dieſe Dame ließ ſich anmelden und ward in das Ar⸗ beitscabinet des Procurators geführt, wo ſie ungefähr eine halbe Stunde auf ihn warten mußte.
Endlich öffnete ſich die Thür und Beauchamp trat ein.
„Die Frau Baroneſſe Danglars!“ rief er mit verſtell⸗ tem Erſtaunen.
„Allerdings, mein Gerr; verzeihen Sie die Störung, die ich Ihnen bereite, aber ein unvorhergeſehener Vorfall, Herr Procurator—“
„Sttzen Sie ſich doch, gnädige Frau,“ unterbrach ſie Beauchamp, indem er that, als ob er die Aufregung der Baronin nicht bemerkte.
Es trat ein augenblickliches Schweigen ein, während deſſen die Baroneſſe zwei oder drei Mal mit ihrem feinen Batiſttuch ſich über das Geſicht fuhr. Es war, als wenn ſie alle Kräfte zuſammenzuraffen ſuchte, um ein großes Wort auszuſprechen. „Mein Herr,“ ſagte ſie endlich,„meine Gegentw


