Teil eines Werkes 
3.-7. Bdchn (1852)
Entstehung
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Baſtien hatte, wie wir geſehen, ein Pferd vom Nach⸗ bar Matthien entlehnt, hatte ſich darauf geſchwungen, und ritt im ſcharfen Trab auf der Straße nach Soiſ⸗ ſons hin.

Obgleich er aber nur zwei und eine halbe Stunde brauchte, um die ſieben Meilen zurückzulegen, welche ihn von der merovingiſchen Stadt trennten, kam er doch erſt an Ort und Stelle, als es Nacht geworden war, und folglich nach dem Schluſſe der Bureaux.

Er faßte ſeinen Entſchluß, ſtieg im Gaſthofe zu Drei Jungfrauen ab und wartete bis zum andern

age.

Am andern Morgen, als die Bureaux offen waren, ging er nach der Unterpräfectur, und er richtete es ſo gut ein, daß er bis zum Unterpräfecten ſelbſt gelangte, und der Unterpräfect befahl, als er hörte, Baſtien habe in einer Rekrutirungsangelegenheit mit ihm zu ſprechen, ſtatt ſich zu weigern, ihn zu empfangen, oder ihn lange im Vorzimmer warten zu laſſen, Baſtien ſogleich bei ihm einzuführen.

Baſtien trat mit gerundetem Arme, den Kalpack auf dem Ohr, den Dollman auf der Schulter, das Kreuz auf der Bruſt, ein und ließ ſeine Sporen klirren wie ein Menſch, der ſeine Wichtigkeit kennt.

Der Unterpräfect ſtand vor dem Kamin, eine Hand in ſeiner Weſte, das Knie geſpannt, den Kopf zurückge⸗ worfen.

Man wußte, daß ſo gewöhnlich der Kaiſer empfing, und alle Welt, beſonders die ſchätzbare Klaſſe der öffent⸗ lichen Beamten, eine in allen Zeiten ſehr nnabhängige