Teil eines Werkes 
3.-7. Bdchn (1852)
Entstehung
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Vater Cadet und Pierrot kamen frühe am Morgen in Villers⸗Cotterets an: Beide hielten ihren Einzug durch die Kirchſtraße und hielten vor der Thüre des Hauſes von Vater Niguet an.

Vater Cadet, der auf der Seite nach Art der Frauen auf ſeinem Eſel ſaß, wie dies die beſtändige Gewohnheit unſerer alten Bauern der Picardie iſt, welche überzengt ſind, die Frauen würden nicht ſo ſitzen, wäre dies nicht die beſte Art des Sitzens, glitt von Pierrot auf die Erde herab, band den Eſel an den Laden von Meiſter Niguet an und klopfte an die Thüre.

Frau Niguet öffnete ihm, ſie erkannte den Greis⸗

Ei! guter Gott, Vater Cadet, fragte ſie,was macht Ihr denn ſo frühzeitig hier? Habt Ihr Euch geſtern bei Eurer Rechnung geirrt und meinem Manne einen Thaler zu viel gegeben?

Nein, Frau Niguet, nein, es iſt mir nie begegnet, daß ich einen Thaler zu wenig oder zu viel gegeben habe, ich zähle immer zweimal: das iſt eine gute Vor⸗ ſicht, denn, ſtreng genommen, kann man ſich das erſte Mal irren. Nein, ich komme nicht deshalb, ich komme, um in Geſchäften mit Meiſter Niguet zu ſprechen.

Wegen eines dringenden Geſchäftes kommt Ihr alſo Morgens um halb acht Uhr?

Sehr dringend, Frau Niguet; ich bitte, laſſen Sie mich in die Schreibſtube eintreten.

In der Schreibſtube iſt aber noch Niemand, mein lieber Herr Cadet, nicht einmal der Laufburſche.

Mit dem Laufburſchen habe ich nichts zu thun, meine gute Frau, ich habe mit Herrn Niguet zu thun

Es iſt aber noch nicht eingeheizt, und Ihr werdet frieren.

Ich friere nie.

Warum kommt Ihr nicht hier herein, während Herr Niguet aufſteht?