Teil eines Werkes 
1.-2. Bdchn (1852)
Entstehung
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daß ſeine Gegenwart ein Troſt war, weil ſie eine Hoff⸗ nung war; nur, da ſeine Theilnahme ſich mit um ſo kräftigeren Flüchen vermiſchte, je mehr er gerührt wurde, hatten die Frauen in ihrer religiöſen Empfindlichkeit bange, dieſe Flüche könnten den Schutzengel ihrer zwei Hütten zurückſchrecken.

Die Stunden verliefen. Doch es war während die⸗ ſer acht Tage, abgeſehen von den Wanderungen der zwei Kinder und von Bernhard nach der Stadt, Alles Unruhe und Verwirrung in den zwei Häuſern.

Die zwei Mütter, welche ſo ſehr das Unglück der armen Julienne beklagt hatten, deren Gebäude und Ernte ein Raub der Flammen geworden waren, hätten gern wie ſie ihre Hütte in Aſche verwandeln ſehen, wenn ſie nur ihre Kinder in ihren Armen gehalten hätten, in dem Alter, wo das Kind noch nicht unter den menſchlichen Geſetzen ſteht und nur von Gott abhängt.

Vater Cadet vernachläßigte ſeine Felder; er ging vor der Thüre ſeines leeren Häuschens auf und ab, denn die Mütter und die Kinder blieben vorzugsweiſe in dem Häus⸗ chen von Frau Marie; von Zeit zu Zeit ſchaute er zum Himmel empor; dann faßte er krampfhaft mit der Hand den Weinſtock, der an ſeinem Hauſe ſich in die Höhe rankte, und blieb eine Zeit über, welche ſein Geiſt zu meſſen aufgehört hatte, ſchweigſam, unbeweglich, den Kopf gegen die Erde geſenkt, als hätte er in ein Grab geſehen.

Selbſt die Thiere theilten dieſe Traurigkeit. Pierrot ſtreckte ſeinen neugierigen Kopf mit den geſpitzten, langen Ohren zum Stallfenſter hinaus. Langſam und die Schwarze wechſelten banges Gebrüll.

Bernhard verließ Conſcience weniger als je. Man hätte glauben ſollen, das arme Thier errathe, daß es bald von ſeinem Herrn getrennt werde, und wolle nicht einen einzigen von den Augenblicken verlieren, die es mit ihm zuzubringen hatte.

Der verhängnißvolle Sonntag kam.

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