Teil eines Werkes 
1.-2. Bdchn (1852)
Entstehung
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ſchaftlicher, als es je der Liebesblick ves Bräutigams ge⸗ gen ſeine Braut war.

Dann geht er mit einem Seufzer weg, als wäre er nicht ſicher, ſein vielgeliebtes Gut am andern Tage da, wo er es läßt, wiederzufinden.

O eiferſüchtige Erde! eiferſüchtiger, als es je Frau oder Geliebte war, ſo willſt du geliebt werden, und du biſt nur fruchtbar für diejenigen, welche du in einer ewi⸗ gen Umarmung erſchöpſſt.

Es war auch immer ein Uhr oder ein Viertel auf zwei Uhr, wenn Vater Cadet zu den zwei Häuschen kam.

Doch nicht auf das Häuschen links, wie man hätte 8 können, ſondern auf das rechts richtete ſich ſein Blick.

Auf der Schwelle des Häuschens rechts fanden ſich beinahe immer, die Rückkehr des Säumigen erwartend,

zwei Frauen, ein junges Mädchen, ein Knabe, ein Kind und ein Hund gruppirt.

Es war wirklich Vater Cadet, auf den dieſe Gruppe

wartete, denn ſobald er erſchien, ſagten Alle:Hier iſt er!

Die zwei Frauen blieben auf der Schwelle, die zwei Kinder ſtiegen auf die Bank, der Hund ſetzte ſich auf ſein Hintertheil und fegte den Boden mit ſeinem langen Schweif, der dei eines Löwen glich.

Und ohne bis zu dem Häuschen hinaufzuſteigen, wel⸗

ches die Straße beherrſchte, da es auf die Höhe der Bö⸗ ſchung gebaut war, hlieb Vater Cadet ſtehen, nahm ſei⸗ nen Hut in ſeine Hand und ſagte:

Euer Diener, Frau Marie; guten Morgen, Ma⸗ riette; guten Morgen, Quiot Pierre. Nun, kommſt Du, Madeleine?

Und er nickte noch mit dem Kopfe, bedeckte ſeine kahle Stirne mit ſeinem dreieckigen Hut und ging nach dem auf der entgegengeſetzten Boͤſchung liegenden Häus⸗ chen zur Linken.

Kommſt Du, Conſcience? ſagte dann Madeleine

woh

nate leine weir