Teil eines Werkes 
15.-17. Bdchn (1851)
Entstehung
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Um ſechs Uhr.

Gutl wenn Sie um fünf Uhr abgehen, wird das zeitig genug ſein. Das gibt uns drei Stunden Friſt zur Ueberlegung. Machen Sie mit dieſen drei Stunden, was Sie wollen. Sie werden mich verlaſſen, ſpazieren gehen, Ihre Freunde beſuchen, Ihre Geſchäfte beſorgen, ohne Unruhe, ohne Bangigkeit, gerade als ob nichts vorgefallen wäre. Ah! ſeien Sie überzeugt, daß von uns Beiden Sie nicht am meiſten zu zittern, zu zweifeln, zu leiden haben. Doch gleichviel! die Stunde mußte kommen, ſie iſt gekommen.

Die Stunde von was? fragte Lothario erſtaunt.

Sie werden es erfahren. Gehen Sie alſo in der Sonne ſpazieren. Ich werde während dieſer Zeit denken, überlegen und beſonders beten. Um fünf Uhr kommen Sie hierher, und ich ſage Ihnen, was ich beſchloſſen habe.

Doch ſeien Sie vollkommen ruhig, von dieſem Augenblick

an iſt keine Gefahr mehr für Sie.

Oh! Madame, ſagte Lothario, der nicht wußte, was er glauben ſollte.

Ah! ich brauche Ihnen nicht zu bemerken, daß ich unter den Freunden, die Sie beſuchen können, Herrn Sa⸗ muel Gelb ausnehme. Sie haben ſchon eine große Un⸗ vorſichtigkeit begangen, daß Sie in Menilmontant geweſen find. Zum Glück haben Sie ihn nicht gefunden. Kehren Sie nicht zur Geſandtſchaft zurück; Ihr Billet dürfte ihn dahin führen, und er würde Ihnen einen treuloſen Rath geben, der Alles gefährden könnte. Nicht wahr, Sie ſchwören mir, ihn nicht zu ſehen, und Alles zu thun, um ihn zu vermeiden?

Ich ſchwöre es Ihnen.

Gut. Gehen Sie nun. Um fünf Uhr. Seien Sie pünktlich.

Um fünf Uhr.

Lothario ging, unwillkürlich beruhigt, weg. Dieſe