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Friedrike lief herbei.
„Gerettet!“ ſprach Samuel zu ihr.
„Ah! Gott hat mich gehört!“ rief Friedrike.
„Sie haben alſo für mich gebetet?“ fragte Julius langſam und mit ſchwacher Stimme.
„Oh! ja, ich habe gebetet, und zwar von ganzem Herzen!“
„Nun! Ihr habt mich Alle gerettet, Sie durch Ihr Gebet, Du durch Deine Wiſſenſchaft, Samuel, und Du, Lothario, durch Deine Sorgſamkeit. Ich danke Euch Allen.“
„Sprich nicht ſo viel!“ ſagte Samuel.
„Doch! noch ein Wort. Gelobt mir Beide, Fried⸗ rike und Samuel, daß Ihr mich ebenſo wenig als Lo⸗ thario verlaſſen werdet. Ihr ſeht, wäret Ihr nicht da geweſen, ſo wäre ich todt. Ihr ſeid nothwendig für mein Leben; geht nicht, wenn Ihr wollt, daß ich lebe.“
„Du erſchöpfſt Deine Kräfte mit allen dieſen Wor⸗ ten,“ erwiederte Samuel.
„Ich werde nur ſchweigen, wenn Ihr mir nicht zu gehen verſprochen habt.“
„Gut, wir verſprechen es Dir,“ antwortete Samuel, „beruhige Dich. Wir werden Dich nur verlaſſen, wenn Du geheilt und wieder auf den Beinen biſt.“
„Ich danke!“ ſagte Inlius. Und er ließ auf ſein Kiſſen ſeinen bleichen, abgemagerten Kopf, an dem aber ein Lächeln hervortrat, zurückfallen.


