Teil eines Werkes 
1.-4. Bdchn (1851)
Entstehung
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der Stille in der Nacht verlaſſen, damit die Bürger un⸗ vermuthet am andern Morgen von Erſtaunen und Reue ergriffen würden.

In dem Augenblick, wo Alles ſo angeordnet war, lief ein junger Fuchs athemlos herbei.

Ein Verwandter von ihm, der als Schriftführer der Sitzung des academiſchen Senats beigewohnt, hatte ihm das Reſultat der Sitzung mitgetheilt.

Man vernehme, was beſchloſſen worden war:

Würden die Studenten Widerſtand leiſten, ſo bekam die Miliz Befehl, Feuer zu geben und ſie mit Gewalt zu Paaren zu treiben, was es auch koſten möchte.

Würden ſie zur Pflicht zurückkehren, Amneſtie für Alle, Samuel ausgenommen, der einen Soldaten getödtet hatte, und den man als den Führer dieſes ganzen Tumults und als den Anſtifter von Trichter, ſeinem Leibfuchs, be⸗ trachtete. Man war nur gegen Samuel aufgebracht. Ein Mandat war gegen ihn erlaſſen, und die Miliz mußte ſchon auf dem Wege ſein, um ihn zu greifen.

Ein einziger Schrei kam aus dem Munde Aller

ervor. Eher die Schlacht, als den Koͤnig ausliefern!

Ah!l ja wohl! laſſen wir meinen Senior anrühren, denjenigen, welcher mich befreit hat, den König der Stu⸗ denten, Samuel Gelb, nicht mehr, Canaillenſenat! ſie mö⸗ gen kommenl

Und er ſtellte ſich vor Samuel, wie eine Dogge vor ihren Herrn, die Zähne fletſchend und knurrend.

Während des Tobens hatte Samuel ein paar Worte zu einem Studenten geſagt, und dieſer war ſchleunigſt weggelaufen..

Schlacht! Schlacht! ſchrie die Menge.

Nein, keine Schlacht! ſprach Samuel.Die Uni⸗ verſität hat Proben von ihrer Tapferkeit abgelegt. Un⸗ ſere Kameraden ſind freiz die Ehre iſt alſo gerettet. Der