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„Ich träumte wenigſtens.“
„Teufel! ich werde das Herrn von Villenave, bei ſe ich Dich zu einer Taſſe Thee einführen ſoll, nicht agen.“ „Ah! Du kannſt es ihm ſagen! ich werde ihm meinen Traum erzählen, und er wird mir darum nicht böſe ſein.“
Noch unſicher, ob ich gut oder ſchlecht erwacht ſei, zog mich Delanoue hienach aus dem leeren Saale und führte mich in ein Wartezimmer, wo Herr von Ville⸗ nave die Glückwünſche ſeiner Freunde empfing.
Hier wurde ich zuerſt Herrn von Villenave, dann Frau Melanie Waldor, ſeiner Tochter, dann Herrn Theodor Villenave, ſeinem Sohne, vorgeſtellt.
Dann ging alle Welt zu Fuß über den Pont⸗des⸗ Arts nach dem Faubourg Saint⸗Germain.
Als wir eine halbe Stunde gegangen, waren wir an Ort und Stelle, und wir verſchwanden einer nach dem andern in dem Hauſe der Rue de Vaugirard, wo⸗ von ich am Anfange dieſes Artikels geſprochen, und nach⸗ dem ich die äußere Skizze gezeichnet, will ich es nun ver⸗ ſuchen, eine innere Beſchreibung zu geben.
Ein Paſtellgemälde von Latour.
Das Haus hatte ſeinen eigenthümlichen Charakter, entlehnt dem Charakter desjenigen, welcher es bewohnte. Wir haben geſagt, die Mauern ſeien grau gewe⸗ ſen, wir hätten ſagen ſollen, ſie ſeien ſchwarz geweſen. Man trat durch eine große, in der Mauer neben dem Hauſe des Concierge angebrachte Thüre ein: dann


