Als man jedoch bei dem Nahen der kleinen Gruppe, welche von draußen kam, die Worte:„Der Haupt⸗ mann! der Hauptmann!“ hörte, ſtanden alle auf, nicht mit dem Servilismus des Soldaten, der ſeinen Vorgeſetzten kommen ſieht, ſondern mit der liebevollen Ergebenheit intelligenter und ſtarker Männer für einen noch ſtärkeren und intelligenteren als ſie.
Morgan ſchüttelte den Kopf, hob die Stirne und trat, an Montbar vorübergehend, in die Mitte des Kreiſes, der ſich bei ſeinem Anblicke gebildet.
„Nun, Freunde,“ fragte er,„es gibt wohl Neuig⸗ keiten?“
„Ja, Hauptmann,“ ſagte eine Stimme,„man verſicherte, daß die Polizei des erſten Conſuls uns die Ehre erweiſt, ſich mit uns zu beſchäftigen.“
„Wo iſt der Bote?“ fragte Morgan.
„Hier,“ ſagte ein junger Mann in der Uniform der Cabinetscouriere, der noch ganz mit Staub und Koth bedeckt war.
„Haben Sie Depeſchen?“
„Keine geſchriebenen, aber mündliche.“
„Woher?“
„Aus dem geheimen Cabinet des Präfecten.“
„So kann man daran glauben?“
„Ich ſtehe dafür; ſie ſind ſo officiell, als nur möglich.“
„Es iſt gut, überall Freunde zu haben,“ machte Montbar, dieſe Bemerkung als Parantheſe einſchie⸗ bend.
„Und namentlich bei Herrn Fouché,“ verſetzte Morgan;„wir wollen hören, was es Neues gibt.“ „Soll ich es laut ſagen, oder Ihnen allein?“


