Teil eines Werkes 
2. Bd. (1857)
Entstehung
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Aber, Charles, wirſt Du mir dann nicht ge⸗

ſtatten, Alles zu ſagen, an die zärtliche Liebe meines Bruders, an die Großmuth des erſten Conſuls zu

oppelliren?

Das junge Mädchen vollendete nicht, ihr Gelieb⸗

ter ergriff heftig ihre Hand⸗

Amelie, ſagte er,nicht einen Schwur, ſondern

zwei fordere ich von Dir. Du wirſt mir zuerſt und

vor Allem ſchwören, nicht um meine Begnadigung

nachzuſuchen. Schwöre, Amelie, ſchwöre.

Muß ich ſchwören, Freund? ſagte das junge Mädchen in Schluchzen ausbrechend;ich verſpreche es Dir.

Auf den Augenblick, wo ich Dir ſagte, daß ich. Dich liebe, auf den Augenblick, wo Du mir ſagteſt, daß Du mich liebeſt. Auf Dein Leben, auf das meine, auf die Ver⸗ gangenheit, auf die Zukunft, auf unſer Lächeln, auf unſere Thränen!

Siehſt Du, Amelie, ich würde dennoch ſterben, und wenn ich mir auch den Kopf an der kauer zer⸗ ſchmettern müßte; nur würde ich entehrt ſtben. Ich verſpreche es Dir, Charles. 8 Nun bleibt noch meine zweite Bitte, Amelie; wenn wir gefangen genommen und verurtheilt ſind, werden mir Waffen oder Gift, kurz welches Mittel es ſei, um mich zu tödten, wenn es von Dir kommt, den Tod zu einem Glücke machen.

Nah oder fern, frei oder gefangen, lebend oder todt, bin ich Deine Sklavin, befiehl und ich gehorche. .Das iſt alles, Amelie; Du ſiehſt, es iſt einfach und klar: keine Gnade und Waffen.