en
ler
in ich
de,
2 Cite
————
283
„Ich danke, Sire.“
„Aber warum fragſt Du das? Hat ſich Dein Bruder anders beſonnen und will er nicht mehr Kapuziner, ſondern werden?“
„Nein, Sire, aber ich glaube, eine aus dieſem Orden hat ihm den Kopf verdreht; ich moͤchte ſie alſo kennen ler⸗ nen und mit ihr ſprechen.“
„Ich habe,“ ſagte der Konig mit einer Stutzermiene, „vor bald ſieben Jahren eine Superiorin gekannt, die ſehr ſchoͤn war.“
„Vielleicht iſt es dieſelbe. 6
„Das weiß ich nicht; ich bin ſeitdem auch beinahe Moͤnch geworden, Joyeuſe.“
„Gebt mir, Sire,“ fuhr Joyenſe fort,„fur jeden Fall einen Brief an dieſe Superiorin und Urlaub auf zwei Tage.“
„Du willſt mich verlaſſen?“ rief der Konig aus;„Du willſt mich hier allein laſſen?“
„Undankbarer!“ fiel Chicot achſelzuckend ein,„bin ich nicht da?“
„Den Brief, Sire!“ bat Joyeuſe.
Der Koͤnig ſeufzte, ſchrieb aber den Brief und 8 hinzu als er ihm denſelben übergab:
„So geh und komme bald zuruck.“
Joyeuſe ließ ſich dieſe Erlaubniß nicht zweimal ſagen; er beſtellte ohne Aufſehen ſeine Pferde und als er ſich über⸗
zeugt hatte, daß Heinrich ſchon fort ſei, jagte er in Galopp bis an den Ort ſeiner Beſtimmung.
In Paris ließ er ſich ſogleich in die S die ihm der Koͤnig genannt hatte.
19*


