Teil eines Werkes 
4. Bd. (1847)
Entstehung
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Vierundzwanzigſtes Kapitel. Gewißheit.

Heinrich huͤtete ſich ſehr ein Geraͤuſch in dem Sande oder unter den Blättern zu machen.

Da er auf ſich ſelbſt genau Acht haben mußte, konnte er nicht wohl um ſich ſehen, aber er blieb dabei, daß der Mann mit der Kapuze kein anderer ſei als Remy.

Es erhoben ſich dabei in ihm in Bezug auf den Be⸗ gleiter jenes Mannes Vermuthungen, die fur ihn ſchreck⸗ licher waren als Gewißheit.

Der Weg ſtieß auf eine hohe Dornenhecke und eine Reihe Pappeln, welche das Gartenhaus des Herzogs von Anjon von dem uͤbrigen Park trennte und daſſelbe mit

einem gruͤnen Schleier umhuͤllte, in dem es, wie ſchon er⸗

waͤhnt, faſt ganz verſchwand. Es gab da ſchoͤne Waſſer⸗ baſſins, dunkele Gebuͤſchdickichte, durch welche geſchlaͤngelte Wege fuͤhrten und hundertjäͤhrige Baͤume, auf deren Wipfel der Mond ſein ſilberweißes Licht ausgoß, waͤhrend unten der Schatten dicht und undurchdringlich war.

An dieſer Hecke verließ Heinrich faſt der Muth.

Wenn er ſo kuͤhn gegen die Befehle des Prinzen han⸗ delte und eine ſtrafbare Nengierde bewieſe, zeigte er ſich nicht als loyaler Edelmann, ſondern als Spion oder Eifer⸗ ſuͤchtiger, der Alles zu wagen entſchloſſen iſt.

Als aber der Mann die Thuͤr oͤffnete, welche den großen Park von dem kleinen trennte und dabei eine Bewegung

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