Teil eines Werkes 
4. Bd. (1847)
Entstehung
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der Nacht unablaͤſſig dieſe beiden Geſtalten ſehen ſoll, die eine ſo dunkele Spur durch mein Leben gezogen haben? Warum,“ fuhr er dann fort wie Jemand, der das Bedurf⸗ niß fuhlt, ſich ſelbſt zu uͤberzeugen,„warum ſollte Remy in dieſem Schloſſe, bei dem Herzoge von Anjou ſein? Was ſollte er da wollen? In welcher Verbindung kann der Her⸗ zog mit Remy ſtehen? Sollte er Diana verlaſſen haben, der ihr ewiger Begleiter war? Nein, er iſt es nicht.“

Nach einem Augenblicke gewann eine feſte Ueberzen⸗ gung das Uebergewicht uͤber den Zweifel und er flüſterte in Verzweiflung, waͤhrend er ſich an die Mauer lehnte um nicht zu fallen:„er iſt es doch.“

Als er dieſen Alles beherrſchenden Gedanken ausſprach, ließ ſich von Neuem ein Schluͤſſel in dem Schloſſe horen und ein kalter Schauer durchrieſelte die Glieder des jungen Mannes.

Er horchte nochmals.

Es war um ihn her ſo ſtill, daß er ſein eigenes Herz klopfen hoͤrte.

Es vergingen einige Minuten, ohne daß er etwas von dem erſcheinen ſah was er erwartete. Seine Ohren aber ſagten ihm, daß ſich etwas nähere. Er hoͤrte den Sand unter Tritten kniſtern.

Plotzlich ſchien ſich unter den dunkeln Ulmen eine noch dunklere Gruppe zu bewegen.

„Da kommt er wieder,“ murmelte Heinrich;„iſt e allein oder nicht?“

Die Gruppe ging auf eine Stelle zu, welche der Mond

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