Teil eines Werkes 
3. Bd. (1847)
Entstehung
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Johann von Jaureguy verwundete den Prinzen von Ora⸗ nien gefaͤhrlich, aber er verwundete ihn doch blos.

Der Herzog von Anjon und der Schweigende blieben alſo am Leben, ſcheinbar gute Freunde, eigentlich aber ſchlimmere Todfeinde als ſelbſt die, welche ſie hatten er⸗ morden wollen.

Der Herzog von Anjon war, wie erwaͤhnt, mit Miß⸗ trauen empfangen worden. Bruͤſſel hatte ihm zwar ſeine Thore geoͤffnet, aber Bruͤſſel war weder Flandern noch Brabant. Er fing deshalb an, theils durch Ueberredung, theils durch Gewalt in den Niederlanden eine Stadt nach der andern, ein Stuͤck von ſeinem widerſtrebenden Reiche nach dem andern zu nehmen und auf den Rath des Prinzen von Oranien, welcher die flamaͤndiſche Reizbarkeit kannte, Blatt fur Blatt, wie Caſar Borgia geſagt haͤtte, die wohl⸗ ſchmeckende flandriſche Artiſchocke zu verzehren.

Die Flamaͤnder ihrer Seits vertheidigten ſich nicht ſehr ungeſtum; ſie fuͤhlten, daß der Herzog von Anjou ſie fieg⸗ reich gegen die Spanier vertheidigte und ſie nahmen ihn langſam als ihren Befreier an.

Franz verlor die Geduld und ſtampfte mit dem Fuße als er ſah, daß er nur Schritt für Schritt weiter kam.

Ja, die Leute hier ſind bedächtig, langſam und ſcheu, ſagten die guten Freunde zu Franz;wartet nur.

Die Leute ſind Verraͤther und unbeſtändig, ſagte der Schweigende zu dem Prinzen,zwingt ſie.

Die Folge davon war, daß der Herzog, dem die natur⸗ liche Eitelkeit die Langſamkeit der Flamaͤnder als eine