Teil eines Werkes 
3. Bd. (1847)
Entstehung
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Freund nennen hoͤrte, während es vorher immer als Rebell behandelt worden war.,

Wilhelm ſah ein, daß Farneſe mit ſeinen Verſpre⸗ chungen mehr für Spanien thun würde als der Herzog von Alba mit ſeinen Hinrichtungen gethan hatte.

Er beſtimmte die Provinzen am 29. Jan. 1579 die Vereinigung von Utrecht zu unterzeichnen, welche die Grund⸗ lage des Staatsrechtes Hollands wurde.

Damals war es, als er furchtete den Plan der Be⸗ freiung, fur die er fünfzehn Jahre gekämpft hatte, nicht allein durchfuͤhren zu koͤnnen und dem Herzog von Anjon die Sou⸗ veränetat der Niederlande unter der Bedingung antragen ließ, daß er die Vorrechte der Holländer und Flamänder ſo⸗ wie ihre Gewiſſensfreiheit nicht antaſte.

Es war dies ein gewaltiger Schlag gegen Philipp II., der dafuͤr einen Preis von 25,000 Thalern auf den Kopf Wilhelms ſetzte.

Die im Haag verſammelten Generalſtaaten erklärten darauf Philipp II. der ſouverainen Herrſchaft in den Nie⸗ derlanden fur verluſtig und befohlen, daß von nun der Eid der Treue nur ihnen geleiſtet werde ſtatt dem Koͤnig von Spanien.

In dieſem Augenblicke erſchien der Herzog von Anjon in Belgien und wurde da von den Flamaͤndern mit dem Mißtrauen empfangen, mit welchem ſie alle Fremden be⸗ trachteten. Aber die Unterſtützung Frankreichs, die ihnen der franzöſiſche Prinz verhieß, war von zu großer Wichtig⸗ keit für ſie, als daß ſie ihn nicht, wenigſtens dem äußern

Scheine nach, gut haͤtten aufnehmen ſollen. Die Fuͤnfundvierzig. MI. 16