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Eine Nachricht, die durchaus nicht zu erwarten war, verbreitete ſich plotzlich.
Einige Meergeuſen(es gab Meer—⸗ und Land-Geuſen), die durch widrigen Wind in den Hafen von Briel getrieben worden waren und ſahen, daß ſie das hohe Meer nicht wie⸗ der erreichen koͤnnten, nahmen aus Verzweiflung die Stadt, die ſchon ihre Galgen bereit gemacht hatte, ſie daran aufzuhaͤngen.
Als die Stadt genommen war, vertrieben ſie die ſpa⸗ niſchen Beſatzungen aus der Umgegend und da ſie unter ſich ſelbſt keinen Mann kannten, der ſtark genug ſei, Vor⸗ theil von dem Siege zu ziehen, den ihnen der Zufall ge⸗ geben hatte, beriefen ſie den Prinzen von Oranien. Wil⸗ helm eilte herbei. Es mußte ein großer Schlag geſchehen und die Wiederausſoͤhnung Hollands mit Spanien unmoͤg⸗ lich gemacht werden.
Wilhelm erließ eine Verordnung, welche den katholi⸗ ſchen Cultus aus Holland verbannte, wie der proteſtantiſche in Frankreich geaͤchtet war.
Nach dieſem Manifeſte begann der Krieg von Neuem. Der Herzog von Alba ſandte gegen die Empoͤrer ſeinen eigenen Sohn, Friedrich von Toledo, der Zuͤtphen, Naarden und Harlem nahm; aber dieſe Niederlage der Hollaͤnder ſchien ſie nicht niederzudruͤcken, ſondern ihnen vielmehr neue Kraft zu geben. Alles ſtand auf, Alles griff zu dem Waffen von dem Zuyderſee bis zur Schelde. Spanien fürchtete ſich einen Augenblick, rief den Herzog von Alba zurück und gab ihm zum Nachfolger Don Luis de Requeſens, einen der Sieger von Lepanto.


