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„Ich erwarte, daß Ihr mich fraget,“ ſagte Margarethe.
„Dieſer Brief beſchaͤftiget Euch ſehr, meine Thenere,“ antwortete er;„beunruhiget Euch nicht alſo.“
„Sire, dieſer Brief iſt ein Ereigniß oder ſollte doch eines ſein; ein Konig ſendet keinen Boten an einen andern König ohne Gruͤnde von der hochſten Wichtigkeit.“
„So laſſen wir in dieſem Falle die Botſchaft und den Boten, liebe Frau,“ ſagte der Koͤnig.„Habt Ihr nicht ei⸗ nen Ball heute Abend?“
„Ja, ich beabſichtige einen zu halten, Sire,“ ſagte Margarethe erſtaunt,„aber es iſt dies nichts Außerordent⸗ liches; Ihr wißt ja, daß wir faſt jeden Abend tanzen.“
„Und ich habe morgen eine Jagd, eine große Jagd.“
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„Ja, ein Wolfstreiben.“
„Ihr liebt die Jagd, ich liebe den Ball; Ihr jaget, ich anze.“
„Ja, meine Theuere,“ ſagte Heinrich ſeufzend,„und es liegt wirklich nichts Boͤſes darin.“
„Gewiß nicht, aber Ew. Maj. ſagt dies mit einem Seußzer?“
„Horet mich an.“
Margarethe war ganz Ohr.
„Ich bin beſorgt.“ „Woruber, Sire?“ „Ueber ein Geruͤcht, das umlaͤuft.“
„Ueber ein Geruͤcht? Ew. Maj. kämmert ſich um ein Geruͤcht?“
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