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„denn ſo viel ich weiß liebte er Fräulein Dayelle als ich in Caſtelnaudary in Garniſon lag.“
„Wartet, wartet,“ fiel Chicot ein.„Fräulein Dayelle, eine Griechin?“ 5
„So iſt es,“ antwortete der Geiſtliche,„von Cypern.“
„Verzeiht,“ ſagte nun der Handelsmann, der ſich freute auch ein Wort anbringen zu koͤnnen,„ich bin von Agen.“
„Nun?“
„Und ich kann dafuͤr ſtehen, daß der Koͤnig in Agen Fräulein von Tignonville gekannt hat.“
„Das nenne ich einen ruͤſtigen Liebhaber!“ ſagte Chi⸗ cot.„Um aber wieder von Fraͤulein Dahelle zu reden, de⸗ ren Aeltern ich kannte..“
„Sie war eiferſuͤchtig und drohete fortwährend. Sie hatte einen ſchoönen kleinen krummen Dolch, den ſie auf ih⸗ ren Arbeitstiſch legte. Eines Tags nahm der Koͤnig dieſen Dolch mit und ſagte, er wuͤnſche nicht, daß ſeinem Nach⸗ folger ein Ungluͤck widerfahre.“
„So gehoͤrt alſo der Koͤnig jetzt dem Fräulein Le Re⸗ bours Lanz an?“ fragte Chicot.
„Im Gegentheil, im Gegentheil,“antwortete der Geiſ⸗ liche,„ſie haben ſich miteinander veruneiniget. Fräulein Le Rebours iſt eine Präſidententochter und verſteht ſich alſo auf Proceſſe. Sie hat ſo viel gegen die Königin auf An⸗ trieb der Koͤnigin Mutter geſprochen, daß das arme Mäd⸗ chen krank geworden iſt. Da benutzte die Koͤnigin Margot, die ſchon genug iſt, ihren Vortheil und beſtimmte den Kö⸗ nig von Pau nach Nerac zu reiſen, ſo daß eine Liebſchaft zerſtort iſt.“


