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„Die rothe Feder? Madame, das iſt Epernon mit dem Degen in der Hand.“
„Sollte man ihm den Degen gelaſſen haben?“
„Er commandirt ſogar.“
„Unſere Leute? Verrath alſo?“
„Es ſind gar nicht unſere Leute.
In dieſem Angenblicke rief Loignac an der Spitze der erſten Abtheilung der Fünfundvierzig, während er ſein brei⸗ tes Schwert ſchwang:„es lebe der Koͤnig!“ Und die Fuͤnf⸗ undvierzig ſtimmten jubelnd ein.
Die Herzogin erblaßte und ſank auf den Fenſterrand als ſei ſie einer Ohnmacht nahe. Mayncville griff ent⸗ ſchloſſen zu dem Schwerte, da er nicht wiſſen konnte, ob man das Haus angreifen wollte. Der Zug kam näher; er hatte Bel⸗Esbat erreicht und gelangte nun an das Kloſter.
Borromäus trat drei Schritt vor und Loignae ritt ge⸗ rade auf den Moͤnch zu, der in dieſem Augenblicke erkannte, daß Alles verloren ſei und den Degen in die Scheide unter der Kutte ſteckte.
Gorenflot ſeiner Seits, den das Geſchrei electrifirte und das Fackellicht blendete, ſtreckte ſeine breite Rechte aus und ertheilte dem Koͤnige von dem Balcon herab den Segen. Heinrich, der es ſah, grüßte ihn löchelnd und Go⸗ renflot ſtimmte entzückt uͤber dies gnaͤdige Lächeln ſeiner Seits ein kräͤftiges; es lebe der Koͤnig! an.
Die Moͤnche, die etwas ganz Anderes erwartet hatten blieben anfangs ſtumm, bis Borromäus erkannte, daß Zo⸗ gern hier das Schlimmſte ſein wuͤrde und antwortete: es


