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„Das verbiete ich Euch“, ſagte die Herzogin, indem ſie ihn zuruckhielt;„wer ſollte bei mir bleiben? Wer ſoll alle unſere Officiere, alle unſere Freunde kennen, wenn der Augenblick gekommen iſt? Nein, nein, bleibt Mayneville. Man ſchafft ſich Beſorgniſſe, wenn es ſich um ein ſo wich⸗ tiges Geheimniß handelt, der Plan ſelbſt aber war doch ſo gut berechnet und Alles ſo geheim gehalten, daß er gelin⸗ gen muß.“
„Neun Uhr!“ ſagte Mayneville und er antwortete da⸗ mit mehr ſeiner eigenen Ungeduld als den Worten der Her⸗ zogin.„Jetzt kommen die Jacobiner aus ihrem Kloſter heraus und ſtellen ſich an den Mauern des Hofes auf; viel⸗ leicht haben ſie beſondere Nachricht.“
„Still!“ rief die Herzogin aus, indem ſie die Hand nach dem Horizonte hin ausſtreckte.
„Was iſt's?“
„Still! Hoͤrt!“
Man hoͤrte in der Ferne ein Rollen gleich dem des Donners.
„Es iſt die Reiterei“, rief die Herzogin aus.„Man bringt ihn uns, man bringt ihn uns!“
Sie ging nach ihrem heftigen Charakter von der grauſamſten Angſt zu der ausgelaſſenſten Freude uͤber, klatſchte in die Hände und rief:„ich habe ihn, ich habe ihn!“
Kayneville horchte noch.
„Ja“, ſagte er)„ja, es iſt ein Wagen, der rollt; es ſind Pferde, die galoppiren.“
Dann commandirte er mit lauter Stimme:


