Teil eines Werkes 
2. Bd. (1847)
Entstehung
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daß kein Schrei ausgeſtoßen wurde und daß bei einem Zu⸗ ſammentreffen von acht gegen zwanzig ein Füͤhrer der Li⸗ gueurs, welcher die Hand an den Dolch gelegt, um ſich zu vertheidigen und den Mund geoffnet hatte um zu ſchreien, von den Fünfundvierzig mit einer Gewandtheit geknebelt, faſt erſtickt und weggebracht worden war, mit welcher eine Schiffsmannſchaft ein Tau durch die Haͤnde einer Anzahl Leute laufen läßt.

Das wuͤrde Ernauton ſehr ergotzt haben, wenn er es

Wewußt hätte, aber der junge Mann ſah, errieth aber nicht, ſo daß er etwa zehn Minuten lang recht verdrußlich wurde.

Als er alle Gefangene gemuſtert hatte, zu denen man ihn zählte, ſagte er endlich zu Sainte⸗Maline:

Ich ſehe, daß Ihr die Wichtigkeit meines Auftrags kanntet, als tapferer Camerad ein ſchlimmes Zuſammen⸗ treffen fuͤr mich fuͤrchtetet und deshalb Euch die Muͤhe nahmt, mich begleiten zu laſſen; Ihr hattet vollkommen Recht, wie ich Euch wohl ſagen kann; der Koͤnig erwartet mich und ich habe ihm Wichtiges mitzuthetlen. Ich ſetze ſelbſt hinzu, daß ich die Ehre haben werde dem Koͤnige zu

ſagen, was Ihr Gutes in ſeinem Dienſte gethan habt, da ich ohne Euern Beiſtand wahrſcheinlich nicht an Ort und Stelle angekommen wäre.

Sainte⸗Maline erroͤthete wie er vorher erblaßt war; als geiſtreicher Mann aber, der er war, wenn ihn keine Leidenſchaft verblendete, errieth er, daß Ernauton die Wahrheit ſage und wirklich erwartet werde. Mit den Herren von Loignac und von Epernon war nicht zu ſpaßen und er antwortete alſo:

Die Fuͤnfundvierzig. I. 16