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„Von der hoͤchſten.“
„Wollet Ihr mir ihn zeigen?“
„Recht gern.“
Und Ernautonzog den Brief Mayenne's aus dem Buſen
„Welche ſeltſame Dinte!“ rief der Portier aus.
„Es iſt Blut“, antwortete Ernauton ruhig.
Der Diener erbleichte bei dieſen Worten und wahr⸗ ſcheinlich noch mehr bei dem Gedanken, daß dies Blut Blut ſeines Herren ſein konnte.
Zu jener Zeit wurde ſehr wenig Dinte, dagegen ſehr viel Blut vergoſſen und deswegen kam es gar nicht ſelten vor, daß die Liebhaber an ihre Schoͤnen und Verwandte an ihre Familien mit der am haͤußtgſten vergoſſenen Flüſſigkeit ſchriehen.
„Herr“, ſagte der Diener haſtig,„ich weiß nicht ob Ihr die Frau Herzogin von Montpenſier in Paris oder in der Naͤhe der Stadt finden werdet; in jedem Falle begebt Euch ohne Verzug in ein Haus in der Vorſtadt St. Antoine, das man Bel Esbat nennt und das der Frau Herzogin ge⸗ hoͤrt; Ihr werdet es leicht erkennen, weil es das erſte links am Wege nach Vincennes nach dem Jacobinerkloſter iſt. Sicherlich findet Ihr dort wenigſtens Jemand im Dienſt der Frau Herzogin, der Euch wird ſagen koͤnnen, wo die Frau Herzogin in dieſem Augenblicke ſich aufhaͤlt.“
„Sehr wohl“, antwortete Ernauton, der wohl einſah, daß der Diener nicht mehr ſagen konnte oder wollte.„Ich
danke.“ „In der Vorſtadt St. Antoine“, fuhr der Diener fort,
kennt Jedermann Bel Esbat, obgleich man vielleicht nicht
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