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Herr von Chalabre aß nie ſo daß man es ſah; man hätte ihn fur ein mythologiſches Weſen halten koͤnnen, das ſeiner Natur nach über allen Bedurfniſſen ſteht.
Nur ſeine Magerkeit konnte Zweifel an ſeiner gott⸗ lichen Natur erregen.
Er ſah ſeine Kameraden frühſtücken, zu Mittag und Abend eſſen wie eine ſtolze Katze, die nicht betteln will, aber doch hungert und, um den Hunger zu vertreiben, an dem Schnurrbarte leckt. Wenn man ihm etwas anbot, was freilich ſehr ſelten geſchah, ſchlug er es allerdings aus, weil er, ſagte er, den letzten Biſſen noch im Munde habe und dieſe Biſſen waren nie etwas geringeres als Rebhuͤhner, Faſanen, Paſteten, feine Fiſche ꝛc. Das Ganze war ge⸗ woͤhnlich reichlich mit ſpaniſchen und griechiſchen Weinen hinuntergeſpuͤlt worden.
Die ganze Geſellſchaft verwendete, wie man ſieht, das Geld Sr. Maj. Heinrichs III. nach ihrer Weiſe.
Den Charakter eines Jeden konnte man uberdies nach dem Ausſehen ſeiner kleinen Wohnung beurtheilen. Einige liebten die Blumen und pflegten in einem Topfe am Fenſter irgend einen duͤrren Roſenſtock oder eine vergilbende Sca⸗ bioſe. Andere hatten wie der Konig eine Vorliebe fuͤr Bil⸗ der, wenn auch nicht ſeine Geſchicklichkeit im Ausſchneiden, und noch Andere hatten, wie ächte Domherren, die Haus⸗ hälterin oder Nichte mitgebracht.
Epernon hatte leiſe zu Loignac geſagt, er konne daruͤber die Augen zudrücken, da die Fünfundvierzig nicht im In⸗ nern des Louvre wohnten und er drückte ſie zu.
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