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Chicot legte ſich mit derſelben Langſamkeit und Be⸗ dächtigkeit aus, ſtreckte die langen Arme und Beine vor und wußte in wahrhaft bewundernswuͤrdiger Weiſe die un⸗ berechnenbare Länge und Eckigkeit derſelben zu verſtecken.
Drittes Kapitel.
Die Leetion.
Die Fechtkunſt war in jener Zeit, deren Ereigniſſe wir nicht blos erzählen, ſondern deren Sitten und Gebraͤuche wir auch zu ſchildern verſuchen, das nicht, was ſie jetzt iſt. Weil die Schwerter zweiſchneidig waren, hieb man faſt eben ſo oft als man ſtach und uberdies diente die mit einem Dolche bewaffnete linke Hand ſowohl zur Vertheidigung als zum Angriffe. Die Folge davon waren viele wenn auch leichte Wunden, welche in einem ernſten Kampfe mehr und mehr reizten und erbitterten. QOuelus ſtand noch, ob er gleich aus achtzehn Wunden blutete, focht weiter und würde nicht gefallen ſein, wenn ihn nicht eine neunzehnte Wunde auf das Bett geſtreckt haͤtte, das er nur mit dem Grabe ver⸗ tauſchte.
Die Fechtkunſt, die aus Italien gekommen war, ſich aber noch in der Kindheit befand, beſtand damals in einer Menge Bewegungen, welche den Fechter bedeutend von ſei⸗ ner Stelle entfernten und auf einem zufaͤllig gewählten Platze, bei den geringſten Unebenheiten, viele Hinderniſſe ſchufen.


