Teil eines Werkes 
2. Bd. (1847)
Entstehung
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hat. Brachte das Verlangen nicht bisweilen die Taͤuſchung der Wirklichkeit hervor?

Chicot fing an ſo ſtark zu lachen, daß der Tiſch mit

allen Flaſchen zitterte.

Gut, gut, ſagte er.Ich werde bei dem Bruder Borromäus in die Schule gehen und wenn er mir ſeine Theorien beigebracht hat, gedenke ich Euch um eine Gnade zu bitten, ehrwurdiger Herr Prior.

Und ſie wird Euch bewilliget werden, Chicot, wie Alles was Ihr von Euerm Freunde verlangt. Aber ſagt, welche Gnade wollet Ihr Euch erbitten?

Daß Ihr mir die Oeconomie der Priorei acht Tage lang anvertraut.

Und was wollet Ihr in dieſen acht Tagen thun?

Ich werde den Bruder Borromaͤus mit ſeinen Theo⸗ rien fuͤttern, ihm einen leeren Teller, ein leeres Glas vor⸗ ſetzen und zu ihm ſagen: wuͤnſcht Euch mit aller Kraft Eueres Hungers und Durſtes einen Truthahn mit Cham⸗ pignons und eine Flaſche Champertin, aber ſeht Euch vor, daß Ihr nicht betrunken werdet und daß Ihr Euch den Ma⸗ gen nicht uberladet, werther Bruder Philoſoph.

Du glaubſt alſo nicht an das Verlangen, Heide? fragte Gorenflot.

Ich glaube was ich glaube, aber laſſen wir die Theo⸗ rien..

Gut, antwortete Gorenflot,reden wir von der Wirklichkeit. Und er ſchenkte ſich ſein Glas voll.